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Vom Bienenbaum zur Reptilienburg

Der Hortus macht Freude!
Immer mehr Menschen kommen zu Besuch.
Mit ganz unterschiedlichen Reaktionen.
Wer einen gepflegten herkömmlichen Schaugarten erwartet, ist zunächst einmal enttäuscht.
Wer ein Auge für die Artenvielfalt und das Entwicklungspotenzial hat, ist begeistert.

So hat uns in der letzten Woche auch Stefan Strasser besucht, Biogärtner aus Kriegenbrunn und ausgewiesener Fachmann für Lilienpflanzen. Stefan betreibt seinen eigenen Hortus, den Hortus Lilium, in dem er vor allem Raum für alte Lilienarten geschaffen hat, die es sonst kaum noch gibt. Für den Hortus Lacu hatte er ein Geschenk dabei, einen Bienenbaum 'Euodia hupehensis'. Dieser blütenreiche Baum aus Asien wird auch 'Tausendblütenstrauch' oder manchmal auch 'Stinkesche' genannt. Neue genetische Untersuchungen haben ihm einen neuen Namen beschert: 'Tetradium daniellii'. In jedem Falle deckt der Bienenbaum die Trachtlücke für die Bienen mit seinen wunderschönen Blüten ab. Er blüht von Juli bis in den September hinein und liefert den Bienen reichlich Nektar. Wir werden ihn anfangs noch ein wenig schützen müssen, er muss ähnlich den Rosen im Herbst angehäufelt werden, da starker Frost ihm als Jungpflanze zusetzen kann.
Ein Stückchen weiter haben wir dann noch einen zweiten Bienenbaum gepflanzt, eine Blasenesche 'Koelreuteria paniculata', mit ähnlichen Eigenschaften. Dieses junge Stämmchen hatte ich letztes Jahr von einem Hobbyzüchter in Erlangen für ein Glas Honig erstanden.
Wir werden sehen, wie sich die beiden Neuzugänge entwickeln.

Am Sonntag dann hatten wir eine besondere Aktion. Sepp Röhrle aus Untermembach, unser Eidechsenspezialist, hatte das Anlegen einer Reptilienburg vorgeschlagen. Reptilienburgen sehen auf den ersten Blick auch eher unspektakulär aus, weil nur ein paar Steine aus dem Boden ragen. Aber der Sinn ist, eine frostfeste Überwinterungsmöglichkeit für Reptilien zu schaffen, und deshalb reichen locker aufgeschichtete Steinbrocken bis 1 Meter in die Erde hinein. Das war natürlich eine heftige Schaufelei aber wir hatten tatkräftige Verstärkung. Wenn dann die Reptilienburg noch bepflanzt ist, wird sie sich wunderbar in den Garten einfügen.

Josef Röhrle hat zur Reptilienburg wieder ein nettes Filmchen gemacht.


Parallel haben wir am Sonntag noch die 2020 installierten Miniteiche egalisiert, sodass sie auch von allen Hortus-Bewohnern erreicht werden können, einen spitzen Komposthaufen als mögliche Eiablage für Ringelnattern vorbereitet und uns am wunderschön eingewachsenem Froschtümpel erfreut.
Und Platz zum Spielen bietet der Hortus sowieso!

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